St. Petri
Aus Hamburg Wiki
Inmitten der pulsierenden City, umgeben von Kaufhäusern, Banken und dem Rathaus, ist St. Petri ein gastfreundlicher Ort für jeden Besucher. Deshalb ist die Kirche täglich geöffnet. St. Petri gehört mit den anderen vier Hauptkirchen zum Kirchenkreis Alt-Hamburg. Die Gemeinde ist die älteste der fünf Hamburger Hauptkirchen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
St. Petri ist die älteste noch bestehende Kirche in Hamburg. Sie wurde vermutlich Anfang des 11. Jahrhunderts gegründet. St. Petri tauchte 1195 als "Marktkirche" zum ersten Mal urkundlich auf. Um 1310/20 begann der Bau einer dreischiffigen gotischen Hallenkirche. Mit dem Anbau eines zweiten südlichen Seitenschiffes gegen 1418 waren die wesentlichen Erweiterungsbauten abgeschlossen. Ein zweiter, 1516 fertiggestellter Turm überragte sogar den Dom und setzte Maßstäbe für alle späteren Hamburger Kirchturmkonstruktionen. 1604/05 erhielt das Seitenschiff ein Renaissanceportal, das heute im Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte ausgestellt ist. 1842 fiel die Kirche dem Großen Brand zum Opfer. Bereits 1849 konnte das am mittelalterlichen Bau orientierte, aber mit zahlreichen Abwandlungen neu erbaute Kirchengebäude wieder geweiht werden.
[Bearbeiten] Kunst in St. Petri
Die St.-Petri-Kirche ist benannt nach dem Apostel und Märtyrer Petrus. Mit einem Schlüssel wird er als "Himmelspförtner" dargestellt.
Am linken Westportalflügel erinnert ein Löwenkopf-Türzieher an die Fundamentslegung des ersten Turmes 1342 und ist Hamburgs ältestes Kunstwerk.
Von Erzbischof Ansgar, dem "Apostel des Nordens" und erster Hamburger Bischof, gibt es ein Bild im Nordschiff (ca. 1460) und eine Holzstatue im Chorraum (ca. 1480/83). Beide Darstellungen zeigen Ansgar mit einem Modell des Hamburger Marien-Doms.
An einem Pfeiler zwischen Haupt- und Südschiff befindetn sich das Bild "Weihnachten 1813 in St. Petri". Es dokumentiert ein Ereignis während der napoleonischen Besatzungzeit: französische Soldaten sperren Hamburger Bürgerinnen und Bürger in der St.-Petri-Kirche ein, weil sie die geforderten Lebensmittel, die wegen der anstehenden russischen Belagerung gehortet werden sollten, nicht aufbringen konnten und deshalb als unnötige Esser aus der Stadt vertrieben wurden.
[Bearbeiten] Die Gemeinde
Zunächst war St. Petri die Kirche, der um sie herum lebenden Menschen. Das waren 1838 noch 10.700 evangelisch-lutherische Christen. Der Abbruch von Wohnvierteln in der Innenstadt zugunsten von Kontor- und Kaufhäusern nahm St. Petri in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den größten Teil seiner Gemeinde. Heute zählt die Ortsgemeinde lediglich ca. 100 Personen. Darüber hinaus haben sich etwa 500 Menschen, die im ganzen Stadtgebiet und im Umland wohnen, als Gemeindemitglieder eintragen lassen.
St. Petri liegt mitten im Herzen Hamburgs. Diese Lage versteht sie als einen besonderen Auftrag, Kirche für die Stadt zu sein. Alle Gemeindeglieder tragen diese Aufgabe mit und bilden eine Dienstgemeinschaft. Ohne die Bereitschaft mitzuarbeiten, könnten die vielen Dienste nicht getan werden. Etwa 300 Menschen stehen auf einem der vielen Dienstpläne von St. Petri. Davon werden nur ca. 9% bezahlt. St. Petri ist also ein Modell für "Freiwilligkeitskirche", das künftig immer mehr gefragt sein wird.
[Bearbeiten] Turmbesteigung
Wer es wagt, die 511 Stufen des Turmes zu erklimmen, hat von oben aus fast 100 Metern einen wunderbaren Blick auf das Rathaus und den Rathausmarkt, sowie die gesamte Innenstadt. Eine „Webkamera" auf dem Kirchturm - ein Gemeinschaftsprojekt von St. Petri und Radio Hamburg - gibt einen Eindruck von dem atemberaubenden Ausblick - zu finden auf der Homepage von St. Petri, siehe unten.
[Bearbeiten] Adresse
Kirchengemeinde St. Petri
Kreuslerstraße 6 / Ecke Speersort
20095 Hamburg
Telefon: 040/ 32 57 40 - 0
[Bearbeiten] Öffnungszeiten
- täglich 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr, außer
- Mittwoch: 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr
- Samstag: 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
- Sonntag: 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr
[Bearbeiten] Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
- S-Bahn: S1 oder S3 bis Jungfernstieg
- U-Bahn: U1 oder U2 bis Jungfernstieg, U3 bis Rathaus
- Bus: Linien 31 , 34 , 35 , 36 , 37 , 102 , 108 , 109 bis Mönckebergstraße oder Rathaus


