Planetarium

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Mitten im Stadtpark im Ortsteil Winterhude gelegen und in einem alten Wasserturm untergebracht, ist das Planetarium eine der größten Attraktionen der Hansestadt. Neben dem üblichen Sternengucken bietet es auch Animationsfilme oder Musik- und Lasershows mit Musik von Jean-Michel Jarre oder Pink Floyd. Ein Besuch lohnt sich allemal!

Durch die Umgebung des Stadtparks lohnt es sich auch als Ausflugsziel oder nützt als Orientierungspunkt. So gibt es in der Nähe des Planetariums z.B. einen Geocache und diverse Sportanlagen.


Das Planetarium bei Nacht Das Planetarium frontal vom Stadtpark aus

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Im April 1930 öffnete das Hamburger Planetarium seine Pforten im Wasserturm des Stadtparks. Das Gebäude war für diesen Zweck ursprünglich nicht gedacht. Konzipiert als Wasserturm begann der Bau 1912 und wurde, wegen des Ersten Weltkrieges, erst 1915 beendet. Der Wassertank hängt –immer noch! – über der Kuppel des Planetariums, ist heute aber leer. Er fasst über 3 Millionen Liter Wasser und wurde bis 1924 regulär und ab den frühen 1930er Jahren als Reservetank genutzt. Eine Fliegerbombe zerstörte die Wasserleitung 1944. Sie wurde nie mehr in Stand gesetzt.

Luftaufnahme 1920
Luftaufnahme 1920

Der Planetariumsprojektor wurde 1925 bestellt und fertig gestellt. Aber wo sollte das gerät hin? Ein Neubau erschien dem Senat zu teuer und so wurde nach einem geeigneten Gebäude gesucht. Da der Wasserturm nur in luftiger Höhe den Wassertank enthält, der Rest aber leer stand, war er ein geeignetes Objekt. Im Stadtpark gelegen, einem schönen Naherholungsgebiet und als Aussichtsturm beliebt, schien er eine gute Wahl zu sein. 1929 begannen die Umbauarbeiten.

Am 18. Februar 1930 wurde der 9. Planet Pluto entdeckt, nach dem man so lange gesucht hatte, rechtzeitig zur Eröffnung des Planetariums.

Die erste Vorführung, ein Senatsempfang, fand am 22. April 1930 statt, die erste öffentliche Vorführung am 30. April 1930. Ein Jahr später konnten bereits 108.511 Zuschauer gezählt werden.

2004 verzeichnete das Planetarium mit fast 400.000 Zuschauern eine Besucherrekord.

Das Grundprinzip des Planetariums blieb unverändert; Ein Projektor in der Mitte des Raumes wirft einen täuschend echten Sternenhimmel an die Kuppel. Aber die Technik rundherum hat sich rasant entwickelt: Videobeamer werfen fantastische Animationen an die Kuppel und Laser feuern ihre Farbenpracht umher. Live-Schaltungen zu Raumsonden und der Raumstation waren 1930 nur ein Traum. Heute liegen die Schätze des Kosmos zum Greifen nahe und sind im Planetarium zu bewundern. Das Medium Planetarium hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren – im Gegenteil!

[Bearbeiten] Ausstattung

Im Erdgeschoss befindet sich der Kassenbereich und eine Ausstellung rund um Weltraumthemen. Die Kuppel liegt unterhalb des noch vorhandenen Wassertanks und ist komplett mit Liegesitzen ausgestattet. Zusätzlich enthält die Kuppel eine Bühne für Konzerte oder Veranstaltungen. 2003 wurde das Planetarium für 10 Millionen Euro modernisiert und dabei mit dem modernsten Sternenprojektor der Welt ausgestattet.


[Bearbeiten] Programm

Zum Programm des Planetariums gehören neben den traditionellen Sternenführungen in der Kuppel auch Multimediashows. Hierbei werden (zum Großteil speziell produzierte) Filme und Animationen an die Kuppeldecke projeziert. Zusammen mit dem Raumklang ergibt sich so ein Rundumerlebnis, das man einfach mal erlebt haben muss. Für Kinder und Schulklassen wird ein altersgerechtes Programm angeboten. Die Kuppel wird auch für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. Zusätzlich gibt es auch unregelmäßig wissenschaftlichere Veranstaltungen in der Kuppel oder auf dem Dach.

Das Programm ist sowohl auf der Internetseite einsehbar als auch in gedruckter Form erhältlich. Übrigens kann man auch unkompliziert online Veranstaltungen buchen mit einer gültigen Email-Adresse. Freie Plätze sind gekennzeichnet und lassen sich so gezielt auswählen.

[Bearbeiten] Veranstaltungen (Beispiele)

  • Deep Space Night 3.0 - next level - seit 6. Juli im Programm.
  • 28. Oktober, 20.00 Uhr - Tanzende Finger, tanzende Sterne - Klavierkonzert mit Klaus Sticken
  • 7., 21., 30. Dezember 2007 : Deep Space Night 2 - Die 'überirdische' Late-Night-Show (Musik- und Lasershow verbunden mit den Möglichkeiten eines modernen Planetariums).
  • ab 6. Dez. 2007 beinahe täglich : Der Stern von Bethlehem - Eine Suche nach möglichen astronomisch-historischen Erklärungen des Phänomens mit Hilfe des Planetariumsprojektors, der selbstverständlich auch in der Lage ist, den Sternenhimmel zur Zeit Christi Geburt über Bethlehem an die Planetariumskuppel zu projizieren.

[Bearbeiten] Verlegung in die HafenCity

Nach einer Planung der Stadt sollte das Planetarium bis 2011 in die HafenCity verlegt werden. Dagegen erhob sich massiver Widerstand, der zu einem Bürgerbegehren führte. Mit Erfolg: "Gegen die Verlegung des Planetariums in die Hafencity" - unter diesem Titel wurde das Bürgerbegehren am 01.10.2005 angestrengt. Initiatoren: Jenspeter Rosemnfeldt (SPD) und Jan Dieter Mohr (Stadtparkverein), Netzauftritt: www.planetarium-bleibt-im-stadtpark.de. Das Bürgerbegehren wurde nicht formell eingereicht, war aber gleichwohl erfolgreich.

Nachdem die Proteste laut wurden, stellte die SPD-Fraktion in der Bürgerschaft einen Antrag, das Planetarium an seinem Platz zu lassen. Darauf wurde im Oktober 2006 auf die Verlegung verzichtet. Weitere Dokumente und Informationen sind auf der Website der Kampagne zu finden.

[Bearbeiten] Adresse

Planetarium Hamburg
Hindenburgstraße 1b
22303 Hamburg

Anfahrt:  U3 , Haltestelle Borgweg (Stadtpark)

Bei Fragen zu Reservierungen etc.:

Telefon: 040-428865210 - täglich (auch Sonn- und Feiertags) von 9:00-20:00 Uhr
E-Mail: ticket@planetarium-hamburg.de

[Bearbeiten] Eintrittspreise

Eintrittspreise für öffentliche Sternenvorführungen, Schulveranstaltungen und Vorträge im Kuppelsaal einschließlich des Besuches der Aussichtsplattform:

Erwachsene: 7,50 €
Ermäßigt: 4,50 €
Schulklassen: 4,00 € (Zwei begleitende Lehrkräfte frei - bei Schülergruppen ab 12 Personen).

Dienstags ist Planetariumstag: Alle Nachmittagsveranstaltungen zum ermäßigten Preis für alle.

Für Ausstellung, ViewSpace und Aussichtsplattform ohne Besuch einer Veranstaltung:

Erwachsene: 2,00 €
Ermäßigt: 1,00 €

Bei Konzert-, Theater-, Musik- und Sonderveranstaltungen gelten höhere Preise.

Ermäßigungsberechtigt sind Schüler und begleitende Lehrkräfte, Auszubildende, Studierende, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende, Erwerbslose, Sozialhilfeempfänger im Besitz eines Sozialhilfebescheids, der nicht älter als 12 Monate ist, Teilnehmer an Volkshochschulkursen, Besucher im Besitz einer "Hamburg-Card" der Tourismuszentrale Hamburg.

[Bearbeiten] Weblinks

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