Ost-West-Straße (historisch)

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Die Ost-West-Straße gibt es nicht mehr in Hamburg. Das westliche Teilstück im Stadtteil Neustadt zwischen Millerntor und Deichtor wurde 1991 in Ludwig-Erhard-Straße umbenannt. Das östliche Teilstück im Stadtteil Altstadt zwischen Deichtorplatz und Rödingsmarkt wurde 2005 in Willy-Brandt-Straße umbenannt. Beide Straßen sind damit Teil der sogenannten Politiker-Achse mit Straßennamen bedeutender deutscher Politiker.

Namensgebung

Mit den zuvor genannten Umbenennungen hat die Straße erstmals "richtige" Namen erhalten. Denn die Bezeichnung Ost-West-Straße war nur der Arbeitstitel in den Fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts für den Bau einer Tangentialstraße zur Entlastung der engen Innenstadtstraßen vom Autoverkehr. Es gab seit der Fertigstellung 1956 des ersten Teilstücks der Ost-West-Straße, der heutigen Ludwig-Erhard-Straße, verschiedene Vorschläge für eine Namensgebung, unter anderem "Straße des 17. Juni", die aber alle verworfen wurden. Es wird noch einige Zeit vergehen, bis sich die neuen Straßennamen im Bewußtsein der Hamburger einprägt haben, denn nach über fünfzig Jahren ist der provisorische Name Ost-West-Straße jedem Hamburger geläufig.

Bedeutung, Probleme, Zukunftsaussichten

Die sechsspurige Ost-West-Straße hat sich zu einer Hauptverkehrsader in Hamburg entwickelt. Sie zerschneidet damit aber die Innenstadt in zwei Hälften und trennt die südlichen Gebiete von Altstadt und Neustadt von deren nördlichen Gebieten. Es gibt Überlegungen, diese Trennung duch eine Untertunnelung aufzuheben. Dies scheitert bisher an der Kostenfrage. Möglich wäre dann auch eine Wohnbebauung, um das alte Stadtbild, wie es bis zu den Zerstörungen des zweiten Weltkriegs existierte, wiederherzustellen.

Weblinks

Artikel im Hamburger Abendblatt zur Ost-West-Straße (Quelle für die hier genannten Fakten)

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