Hamburg
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Die schönste Stadt Deutschlands (mindestens). Thema dieses Wikis.
| Hamburg-City Panorama | Kleines Hamburger Staatswappen |
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[Bearbeiten] Geographie und Statistische Daten
[Bearbeiten] Lage
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Sie befindet sich etwa hundert Kilometer von der Nordsee entfernt an den Einmündungen der Alster und der Bille in die Elbe. Die größte Ausdehnung beträgt sowohl in der Nord-Süd-, als auch in der Ost-West-Richtung jeweils ca. 40 Kilometer.
Die Stadt liegt zwischen dem 53. und 54. Breitengrad auf 10 Grad östlicher Länge und damit auf gleicher Höhe wie die Hudsonbai, die Aleuten-Insel Unalaska und der Baikalsee. Allerdings ist das Klima durch den Golfstrom deutlich freundlicher.
Zu Hamburg gehören immer noch einige Marschgebiete, die schon zur Eiszeit entstanden sind. So die Vier- und Marschlande oberhalb der Stadt sowie das Obstbauernland - das Alte Land - am südlichen Elbufer zwischen Harburg und Cranz an der Estemündung und Teile der von Fleeten durchzogenen Innenstadt im Mündungsbereich der Alster. Hamburg ist hier wie Venedig eine auf Pfählen erbaute Stadt. Die restlichen Bezirke der Stadt entstanden auf höhergelegenen Eiszeitlichen Geesten. So erstreckt sich Hamburg von den Steilküsten die zwischen St. Pauli-Landungsbrücken und dem 16 Kilometer elbabwärts gelegenen Schulau über die Höhen und Hänge von Övelgönne und Blankenese bis zu den 116 Meter hohen Harburger Bergen, die für Hamburger schon fast wie ein Mittelgebierge anmuten.
[Bearbeiten] Fläche
Stand 1979/1980 umfasste das Staatsgebiet 755 qkm incl. der Inseln Neuwerk und Scharhörn im Wattgebiet der Elbmündung. Bis heute ist diese Größe unverändert. Die Fläche teilte sich 1980 wie folgt auf:
- 61 qkm Wasserfläche
- 694 qkm Landfläche
- 250 qkm Gebäude- und Hofflächen
- 80 qkm Verkehrsflächen (Straßen, Plätze, Schienenwege, Flugplätze)
- 61 qkm öffentliche Grün- und Parkanlagen incl. Sport- und Spielplätzen
- 277 qkm Acker-, Garten- und Grünland incl. Wald, Heide und Moor
- 26 qkm sonstige Nutzflächen
[Bearbeiten] Einwohner
Stand 1979/1980 betrug die Einwohnerzahl rund 1,653 Mio. Davon waren 53,5 % weiblich und 8 % Ausländer. Etwa 2/3 der Bevölkerung gehörte zu den 15 bis 65jährigen, 15 % waren unter 15 Jahren und 20 % über 65 Jahre alt. In der Region Hamburg, die sowohl die Stadt, als auch sechs Kreise im Umland umfasst, lebten auf 7300 qkm Fläche 2,8 Mio. Menschen.
Die Zahl der Privathaushalte stieg in Hamburg stetig an. So waren es 1950 etwas 645000, 1978 820000. 1978 bestanden sie aus 41 % Einzelpersonenhaushalten, 31 % aus zwei Personen und 28 % aus drei und mehr Personen.
[Bearbeiten] Hamburgische Geschichte
Vor Jahrzehntausenden, etwa vor 18000 bis 16000 Jahren, war das Hamburger Gebiet durch Gletscher der Eiszeit bedeckt. Diese Gletscher führten gewaltige Erdgeschiebe mit sich und formten so die Oberfläche Norddeutschlands. Als das Eis schmolz blieben hügelartige Erhebungen zurück. Das abliessende Wasser grub das Urstromtal der Elbe. Jahrtausende später wurden in diesem Urstromtal die Gezeiten wirksam und durch Ablagerungen von Sinkstoffen bildeten sich Marschflächen sowie Inseln in der Elbe.
Nach der Eiszeit begann auch die Besiedlung des Gebietes der heutigen Stadt Hamburg. Sobald das Klima erträglicher wurde, lebte der Mensch, wie Lagerfunde beweisen, als Rentierjäger in der entstandenen Tundra. Für eine Besiedlung in der jüngeren Steinzeit, also etwa 8000 - 2000 vor Chr., sprechen Gräber und andere Funde.
Der geologische Prozess schuf für die Entwicklung der Stadt und des Hafens besonders günstige wirtschaftsgeographische Voraussetzungen. Allerdings musste der Mensch mithelfen. Im Vergleich zu anderen Seehäfen hatte Hamburg den Vorteil, im Bereich des Meeres zu liegen, aber zugleich schon tief im Binnenland zu sein.
[Bearbeiten] Die Hammaburg
Ende des 8. Jahrhunderts dehnte der fränkische Kaiser Karl der Große sein Reich bis an die Elbe aus.
Um 810 n.Chr. ließ Karl der Große auf dem Geestrücken zwischen Bille und Alster, südlich der heutigen Petrikirche, die Hammaburg errichten. Der Name Hammaburg kommt von dem altsächsischen Wort Ham, was so viel wie Gelände am Fluß oder Sumpfgebiet bedeutete. Von dieser Festung aus besiegte und christianisierte er die sächsischen Stämme.
831/832 wurde die Hammaburg zum Bistumssitz, Ansgar von Corvey wurde zum Erzbischof geweiht. 845 wurde Hamburg von den Wikingern überfallen, Erzbischof Ansgar floh und erhielt 847 das Bistum Bremen, das später mit dem von Hamburg vereinigt wurde.
In den folgenden Jahrhunderten wurde Hamburg oft zerstört. Insgesamt erlebte Hamburg bis 1139 neun Zerstörungen, wurde aber immer wieder aufgebaut.
[Bearbeiten] Die Schauenburger
Herzog Lothar von Sachsen übergab 1106 Adolf I. aus dem Geschlecht der Schauenburger die Grafschaften Holstein und Storman, zu denen auch Hamburg gehörte als Lehn.
Mit den Schauenburgern erblühte Hamburg in Fortschritt und Wohlstand. Adolf I. ließ die Verteidigungsanlagen ausbauen, Adolf II. förderte die Besiedlung der Stadt durch Siedler aus dem Umland.
Im Jahr 1188 bat Wirad von Boizenburg den Grafen Adolf III. um die Erlaubnis, neben dem alten Ort eine Kaufmannssiedlung zu errichten. So entstand ein zweites "Hamburg" an der rechten Seite der Alster. Zur Alstermündung hin, etwa beim heutigen Nikolaifleet, wurde ein Hafen angelegt, beim heutigen Hopfenmarkt wurde ein Marktplatz eingerichtet.
Am 7. Mai 1189 überreichte Kaiser Friedrich Barbarossa Adolf III. den Freibrief für die Stadt Hamburg. Das Datum ist bis heute Anlass für die alljährliche Feier des Hafengeburtstags.
[Bearbeiten] Hansestadt Hamburg
Um die Mitte des 14. Jahrhunderts entwickelte sich der hansische Kaufmannsbund zu einem Städtebund.
Die Vormachtstellung der Hanse in Nord- und Ostsee erregte vor allem den Widerstand Dänemarks. 1361 überfiel der Dänenkönig Waldemar IV. die Hansestadt Wisby und sperrte die Durchfahrt zwischen Nord- und Ostsee für hansische Schiffe.
In der folgenden kriegerischen Auseinandersetzung erfuhren die Hansestädte zwar eine Niederlage. Durch die Blockade nahmen jedoch von nun an viele Ladungen ihren Weg über Hamburg und ebneten Hamburgs Weg zur Wirtschaftsmacht.
[Bearbeiten] Verfassungsgeschichte
[Bearbeiten] Vorgeschichte
Im späten Mittelalter emanzipierte sich Hamburg von den Grafen von Holstein zur freien Stadtrepublik. Seit dem 13. Jh. bestand in Hamburg die erbgesessene Bürgerschaft neben dem Rat, um dessen Macht zu begrenzen und seine Politik zu kontrollieren. Erbgesessene waren Bürger mit Grundbesitz in der Stadt.
Im Hauptrezess 1712 wurde als Grundprinzip festgelegt, dass Rat (Senat) und erbgesessene Bürgerschaft gemeinsam die Obrigkeit bildeten und bei Gesetzgebung und Regierung aufeinander angewiesen waren.
[Bearbeiten] Die Verfassung von 1860
Die Verfassungsreform von 1860 hatte die Hamburger Stadtrepublik in einer Mischung aus ständestaatlicher und parlamentarischer Regierung neu organisiert. Seit dieser Reform wurde die Bürgerschaft, als Vertretung der Gesamtbürgerschaft auf Zeit gewählt. Der Senat wurde weiterhin aus sich selbst heraus auf Lebenszeit bestimmt.
Der stark oligarchische Charakter der Verfassung zeigte sich in der Abstufung der politischen Beteiligungsrechte, die schon damals überholt erschienen gegenüber dem Reichswahlgesetz. In Hamburg war das Wahlrecht an das Bürgerrecht und die Zahlung von Einkommensteuer gebunden und konnte nur von 1/10 der Bevölkerung wahrgenommen werden (↔ Reich: Allg. Wahlrecht für den Reichstag seit 1867).
Von 1890 an waren alle drei Reichstagswahlkreise Hamburgs in der Hand der Sozialdemokraten. Bei Bürgerschaftswahlen dagegen blieben die Sozialdemokraten (erstmals 1877) erfolglos – mussten es bleiben, denn kaum ein Arbeiter konnte das Bürgerrecht erwerben. Im Reich galt Hamburg als Hochburg der Arbeiterbewegung (seit 1849), und in seinem eigenen Parlament saß lange kein einziger Sozialdemokrat: Deutlicher kann die politische Wirkung des hamburgischen Wahlrechts und der großbürgerliche Charakter der Bürgerschaft kaum gezeigt werden.
[Bearbeiten] Die Verfassung von 1921
Seit 1921 ist die Stadt Hamburg eine demokratische, parlamentarische Republik. Das Volk in seiner Gesamtheit ist Träger der Staatsgewalt.
Unter den Ländern der Bundesrepublik Deutschland nimmt Hamburg eine Sonderstellung ein. Es ist zugleich Stadt und Staat. Durch diese Besonderheit wird auch die Verwaltungsstruktur bestimmt. Staatliche und kommunale Tätigkeiten sind weder funktionell noch organisatorisch getrennt. Dadurch ist es aber auch an zwei Stellen der Gesetzgebung des Bundes beteiligt. Als Bundesland im Bundesrat und durch die gewählten Abgeordneten im Bundestag.
[Bearbeiten] Hamburgs Verfassung heute
Die Verfassung der Gemeinden (Gemeindeordnung) wird im Stadtstaat Hamburg durch die Landesverfassung überlagert. Der Senat ist die oberste Exekutive und nimmt im Stadtstaat Hamburg die Funktionen von Landesregierung und Magistrat wahr.
Die Hamburgische Bürgerschaft ist das Landesparlament des Stadtstaates Hamburg. Sie nimmt zugleich kommunalpolitische Aufgaben wahr.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
Durch seine perfekte Lage im Bereich eines Meeres, aber auch tief im Binnenland hatte Hamburg schon immer perfekte Vorraussetzungen von wirtschaftlicher Seite. An der Unterelbe auf Höhe der Elbbrücken endete das Gebiet der Seeschifffahrt und beginnt im Bereich der Oberelbe mit ihren Kanalanschlüssen das tief nach Mitteleuropa hineinreichende Gebiet der Binnenschifffahrt.
Einen weitereren Standortvorteil verdankt die Stadt der Teilung in Norder- und Süderelbe. Das 18 km lange und 7 km breite Inselgebiet bildet für den Hafen einen naturgebenen und stromverbundenen Entwicklungsraum, den es an keinem anderen Punkt der Unterelbe gibt. In Jahrhunderten wurde aus den Marschinseln durch Eindeichungen und Aufhöhungen, Brückenbauten und Landverbindungen ein zusammenhängendes, sturmflutfreies nutzbares Areal geschaffen.
[Bearbeiten] Bauwerke
Öffentliche Verwaltung
Hauptkirchen
Kontorhäuser
[Bearbeiten] Berühmte Persönlichkeiten
- Hans Albers (1891 - 1960), Schauspieler
- Hanne Darboven (* 1941), Konzept-Künstlerin
- Martin Haller (1835 - 1925), Architekt
- Heinrich Rudolf Hertz (1857 - 1894), Physiker
- Hermann Hipp (* 1944), Kunsthistoriker
- Fritz Höger (eigentl. Johann Friedrich) (1877 - 1949), Architekt
- Hans Hummel (1787 - 1854), Wasserträger, auf den der Ausruf "Hummel,Hummel!" "Mors,Mors!" zurückgeht
- Friedrich Gottlieb Klopstock (1751 - 1770), Dichter
- Fritz Krüger, der als Oskar vom Pferdemarkt bekannte "König der Straßenhändler" (1902 - 1969)
- Henriette Johanne Marie Müller (1841 - 1916), genannt Zitronenjette, Hamburger Original
- Friedrich Christoph Perthes (1772 - 1843), Buchhändler und Verleger
- Uwe Seeler , Fussballspieler
- Fritz Schumacher (eigentl. Friedrich Wilhelm) (1869 - 1947), Architekt und Stadtplaner
- Klaus Störtebeker (1360 - 1401), Pirat
- Aby Moritz Warburg (1866 - 1929), Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler
- Martin Warnke (* 1937), Kunsthistoriker
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
Hamburg hat acht Partnerstädte.
[Bearbeiten] Internetportale
Für die Stadt und die Region Hamburg gibt es außer dem Stadtwiki Hamburg als nichtkommerzieller Informationssammlung noch diverse Internetportale gewerblicher oder öffentlicher Art, in denen man verschiedene Informationen zu Terminen, Lokalitäten oder Adressen abrufen kann.
[Bearbeiten] Stiftungen
Hamburg ist die Stadt mit den meisten Stiftungen in Deutschland, wenn nicht gar in Europa.
[Bearbeiten] Literatur über Hamburg
findet man im Stadtwiki Hamburg im gleichnamigen Artikel Literatur über Hamburg
[Bearbeiten] Zitate und Inschriften
- Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas – Die Freiheit, die die Vorfahren errungen haben, ist es wert, dass die Nachwelt sich darum bemühe, sie zu erhalten
- SPQH - Senatus Populusque Hamburgensis - Senat und Volk Hamburgs
[Bearbeiten] siehe auch
- Hamburger Superlative - Hamburg ist SUPER! Hamburg setzt Meilensteine und bricht Rekorde!
- Autokennzeichen
[Bearbeiten] Weblinks
- Siehe auch Hamburg Wiki:Kategorien
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Hamburg”
- Nach einer repräsentativen Umfrage des Allenbach-Instituts ist Hamburg die beliebteste Großstadt Deutschlands - siehe auch Artikel im Abendblatt dazu

