Hafenklang

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Das Hafenklang ist ein Kultur- und Musikzentrum in der Carsten-Rehder-Straße 51-53 in Altona-Altstadt. Wegen Umbaus finden die Veranstaltungen zur Zeit in der "Große Bergstraße" statt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als das Haus Hafenklang um 1860 erbaut wurde, war der Stadtteil Altona-Altstadt noch ein dichter Häuserteppich, der von der Großen Hafenstraße bis zur Palmaille reichte. Enge Straßen und verwinkelte Treppen führten den Elbhang hinab.

Zur Zeit des historischen Holzhafens diente das Parterre als Stallung für Pferde, welche die Straßenbahnen der Linie 30 zogen. In den damals dichten Häuserteppich Altonas wurden im zweiten Weltkrieg große Löcher geschlagen, wobei auch die oberen zweieinhalb Geschosse des Hafenklangs durch Luftangriffe zerstört worden sind. Die unteren Geschosse sind durch den Bau eines provisorischen Daches erhalten geblieben. Andere noch verbliebene Häuser fielen fast ausnahmslos der heutigen Stadtplanung zum Opfer. Somit ist das Hafenklang eines der letzten Zeugnisse in der Großen Elbstraße bzw. Carsten-Rehder-Straße dafür, wie Altona-Altstadt einst ausgesehen hat.

Neben der Historie steht der Name Hafenklang seit Jahrzehnten als nicht mehr wegzudenkende Institution für kreatives Arbeiten und als allgemeiner Treffpunkt für Musiker und Künstler in Hamburg. Das Hafenklang Tonstudio war das erste 24-Spur-Studio in Hamburg. National und international anerkannte und erfolgreiche Künstler haben hier Ihre Platten aufgenommen und schwärmen noch heute von der einmaligen Atmosphäre des Hafenklangs. Dazu gehören z.B. Udo Lindenberg, Mango Jerry, Einstürzende Neubauten, The Jeremy Days und Die Antwort.

Schon vor zehn Jahren gab es im Untergeschoss des Hafenklangs regelmäßig gut besuchte Konzerte, die von den Betreibern des Tonstudios organisiert wurden. In den letzten drei Jahren blieben die Räumlichkeiten der Öffentlichkeit aufgrund anderweitiger Nutzung verschlossen.

Als den Bewohnern im Oktober 1996 die Kündigung eingereicht wurde, organisierten sie eine breite Auswahl an kulturellen Veranstaltungen um so den weiteren Erhalt des Hauses zu sichern. Dadurch konnte sich das Hafenklang schnell wieder als unverzichtbare Größe in der Hamburger Kulturszene etablieren. Nicht zuletzt aufgrund der Idee, nicht nur Konzerte und Parties zu geben, sondern ein breitgefächertes kulturelles Programm anzubieten, das verschiedene Szenen, Interessen und künstlerische Gebiete umfasst.

Um Hafenklang eine Zukunft zu sichern, stellt der Verein "Hafenklang e.V. ein Nutzungs- und Bebauungskonzept vor, welches sowohl den wirtschaftlichen Belangen des Grundstückes als auch dem Kulturstandort am nördlichen Hafenrand gerecht wird.

1997: Hafenklang muss bleiben

Dem traditionsreichen Hafenklang-Gebäude neben dem Stilwerk an der Carsten-Rehder-Straße 51-53 droht 137 Jahre nach seiner Erbauung der Abriss. Ungeachtet seiner historischen und kulturellen Bedeutung soll das Haus im Rahmen der Neuplanungen zum Holzhafen einem 5-6-geschossigen Neubau zum Opfer fallen.

Der Senatsausschuß wird in seinem Sitzung am 09.09.1997 endgültig über die Hafenrandbebauung am Holzhafen und somit auch über das Schicksal des Hafenklangs entscheiden. Die Sprinkenhof-AG, die das im Liegenschaftsbesitz befindliche Haus verwaltet, hat den MieterInnen schon vor Monaten gekündigt. Seit dem ersten Juli besteht zwischen beiden Seiten ein unbefristeter Vergleich. Ungewiß bleibt, wie lange dieser nach der Wahlkampfphase bestehen bleibt, da nach Auskunft des Landesplanungsamtes ein schon jetzt genehmigter Bauantrag für einen Neubau auf diesem Grundstück vorliegt.

Die noch amtierende rot-grüne Koalition in Altona wie auch der Senat scheinen beharrlich zu ignorieren, daß das Haus nicht nur seit langem bewohnt wird, sondern daß dort seit den späten 70er Jahren mit dem legendären Hafenklang-Tonstudio ein für Hamburg einmaliger Ort für Musikschaffende entstand.

Ein gewachsenes Stück Stadtkultur, eine kreative Kombination von Wohnen und Arbeiten unter einem Dach droht nun einem aufgesetzten, vermeintlich großstädtischen Städtebau zu weichen. Dies wird nicht nur einen unwiderruflichen Verlust für die Musik- und Kulturszene Hamburgs bedeuten. Auch der Großen Elbstraße wird ein gutes Stück Flair und Lebendigkeit genommen, die auch noch so schillernde "Neubau-Perlen" nicht ersetzen können.

Hafenklang im Exil

Seit Dezember 2006 hat das Hafenklang Exil in den neuen Räumen in der Großen Bergstraße gefunden. Bis die Bauarbeiten in den alten Räumen abgeschlossen sind, werden alle Veranstaltungen hier stattfinden.

Anfahrt

Adresse

Hafenklang
Carsten-Rehder-Straße 51-53
22767 Hamburg

siehe auch

  • Aktuelle Konzert-Termine im Hafenklang - zur Zeit in der Großen Brunnenstraße - findet ihr unter Konzert. Auf der Homepage des Hafenklang (siehe unten) ist auch eine Programmvorschau zu finden.

Weblinks

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