Gänsemarkt
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Der Gänsemarkt ist ein Platz im Zentrum von Hamburg in der Neustadt.
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[Bearbeiten] Der Platz
Die Straßen Valentinskamp, Dammtorstraße, Jungfernstieg, ABC-Straße, Kalkhof sowie Büschstraße umgeben den Platz, von dem aus zusätzlich die Gerhofstraße als Fußgängerzone und Einkaufsstraße zur Poststraße führt.
Neben der Finanzbehörde (Finanzdeputation) überwiegen rund um den Platz Geschäfte in den alten Kaufmannshäusern das Bild. Dabei ist die Auswahl an Lokalen, die Angebote für das leibliche Wohl bieten, sehr groß. Aber auch viele Boutiquen laden zum Bummeln, Stöbern und Kaufen ein.
Das Lessing-Denkmal auf der Platzspitze, die zum Jungfernstieg zeigt, wird oft als unübersehbarer Treffpunkt bei Verabredungen genutzt.
Schon seit 1913, als das Lessing-Theater an der Stirnseite des Platzes durch die Ufa in ein Lichtspielhaus umgewandelt wurde, war der Gänsemarkt Ziel und Treffpunkt für Kinobesucher. Ab 1929 befand sich in direkter Nachbarschaft an der nordwestlichen Seite im noch heute existierenden Klinkerbau Ecke Valentinskamp / Dammtorstraße der mit über 2600 Plätzen größte Kinosaal Europas. Nach der Zerstörung dieses Ufa-Palasts 1944 blieb bis Ende Mai 2006 am Standort des Lessing-Theaters der mehrmals neu errichtete UFA-Palast erhalten.
Vom Gänsemarkt aus lassen sich u.a. die Staatsoper, die Colonnaden, die Alster, das Hotel Vier Jahreszeiten, das Streit's-Kino, das Hanseviertel, der Rathausmarkt, das Ohnsorg-Theater wie auch das Museum für Kommunikation zu Fuß erreichen.
[Bearbeiten] Namensgebung
Beim Gänsemarkt handelt es sich nicht um einen Platz, auf dem Gänse gehandelt wurden. Es wird zwar von einigen Historikern vermutet, der Name sei vielleicht wegen der Nähe zu Gänseweiden entstanden. Gans heißt im Plattdeutschen "Gos", "Goos" oder "Geus", auf englisch "goose". Deshalb hieß der Platz ab 1723 "Gosemarkt". Der Name geht vielmehr zurück auf einen Mann namens "Gosen", der dort im 17. Jahrhundert lebte und Grundbesitz hatte. Dieser Ambrosius Goosen (in einer anderen Schreibweise) war nicht nur namensgebend für den Gänsemarkt, sondern auch für die ehemalige Ambrosiusstraße, die heutige Poolstraße, die man ebenfalls im Stadtteil Neustadt findet.
Auch ein Markt im üblichen Sinne hat am Gänsemarkt nie stattgefunden. Die Silbe Markt deutet wie beim Rödingsmarkt auf ein bestimmtes Grenzgebiet, eine "Gemark" bzw. "Gemarkung" hin. Der Platz entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch die Erweiterung der Stadtbefestigung. Bis er seinen heutigen Namen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erhielt, hieß der Platz "Beim Isern Hinnerk" oder auch "Camp hinterm Blauen Turm" Mit diesen beiden Namen war der alte Festungsturm am nordwestlichen Ende des Jungfernstiegs gemeint, der 1727 abgebrochen wurde.
[Bearbeiten] Verkehrsknotenpunkt mit U-Bahn und Bussen
Der Gänsemarkt ist U-Bahn-Haltestelle der Linie U2, mit der Linienführung von Niendorf Nord über Berliner Tor nach Barmbek
| Vorgänger Messehallen | U2 | Nachfolger Jungfernstieg |
sowie Bushaltestelle der Linien
- 109 Linienführung: von Hauptbahnhof ZOB zur U-Bahn Alsterdorf
- 34 Linienführung: von Kirchdorf (Süd) zur Lufthansabasis, als Schnellbus zuschlagspflichtig
- 36 Linienführung: von S-Bahn Blankenese zum Berner Heerweg, ebenfalls ein Schnellbus, für den ein Zuschlag zu zahlen ist.
- 4 Linienführung: vom Hauptbahnhof ZOB zum Wildacker. Diese Buslinie gehört zu den Metrobussen.
- 5 Linienführung: vom Hauptbahnhof ZOB zur AKN Station Burgwedel
sowie der Nachtbusse:
- 602 Linienführung: vom Rathausmarkt zum Schenefelder Platz und Immenbusch
- 603 Linienführung: vom Rathausmarkt zum Eidelstedter Platz und Grothwisch
- 604 Linienführung: vom Rathausmarkt zur U-Bahn Niendorf Nord
- 605 Linienführung: vom Rathausmarkt zum Warnckesweg
[Bearbeiten] Hausnummern
Alle Gebäude am Gänsemarkt haben die Postleitzahl 20354.
- 23, II. Stock - Portugiesisches Generalkonsulat
- 35 - Restaurant McDonald's (geschlossen seit 31.03.2008]]
- 36 - Restaurant Subway
- 36 - Finanzbehörde
- 44, V. Stock - Panamaisches Generalkonsulat
[Bearbeiten] Esperanto
Esperanta versio: Gänsemarkt

