Deutsches Elektronen-Synchrotron

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Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY ist ein Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

  • 1959 Gründung als Stiftung „Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY“
  • 1964 Der erste Teilchenbeschleuniger nimmt seinen Betrieb auf.

[Bearbeiten] Aktivitäten

Ein Synchrotron ist ein Teilchenbeschleuniger, in dem geladene Elementarteilchen oder Ionen auf sehr hohe Geschwindigkeiten beschleunigt werden können.

DESY entwickelt, baut und betreibt solche Teilchenbeschleuniger für die Forschung mit Photonen und für die Teilchenphysik.

Die Teilchenphysik ist eine Disziplin der Physik, welche sich der Erforschung der Teilchen widmet.
Waren dies gegen Ende des 19. Jahrhunderts hauptsächlich Moleküle und Atome, so werden heute insbesondere Elementarteilchen untersucht. Hierbei werden physikalische Modelle im Wesentlichen durch Teilchenbeschleuniger überprüft, indem verschiedene Teilchen mit hohen Geschwindigkeiten aufeinander geschossen werden.

Am DESY wurden zu diesem Zweck eine ganze Reihe von Teilchenbeschleunigern entwickelt und eingesetzt :

  • der erste Teilchenbeschleuniger DESY ( Bauzeit von 1960 bis 1964 ) war ein etwa 300 Meter langer Ringbeschleuniger und diente bis 1976 der Forschung für die Teilchenphysik.
    DESY wurde ab 1987 nach einem Umbau als DESY III zusammen mit DESY II und LINAC III als Vorbeschleuniger für HERA genutzt.
  • die Hadron-Elektron-Ring-Anlage HERA mit einer Länge von 6,3 Kilometern ( Forschungsbetrieb von 1992 bis 2007 ).
    Hier wurden erstmals zwei unterschiedliche Teilchenarten beschleunigt und frontal aufeinander gelenkt, nämlich Protonen und Elektronen.
    HERA, DESY III und LINAC III wurden nach 15-jähriger Betriebszeit im Jahr 2007 abgeschaltet, DESY II dient weiterhin als Elektronen-Vorbeschleuniger für DORIS III und PETRA III.
  • der Doppel-Ring-Speicher DORIS wurde von 1974 bis 1992 für die Forschung in der Teilchenphysik benutzt ( Erforschung von Quarks und B-Mesonen sowie deren Antiteilchen ).
    Seit 1993 dient der Speicherring als DORIS III als Strahlungsquelle für das 1980 gegründete Synchrotronstrahlungslabor HASYLAB.
  • die Positron-Elektron-Tandem-Ring-Anlage PETRA diente ab 1978 ebenfalls der Erforschung der Teilchenphysik.
    Zwischenzeitlich diente die Anlage als PETRA II ebenfalls als Vorbeschleuniger für HERA. Ab 2009 soll sie nach einem weiteren Umbau als PETRA III als Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle dienen.
  • der Freie-Elektronen-Laser FLASH, an dem seit 2005 Experimente mit kurzwelliger ultravioletter Strahlung und weichem Röntgenlicht durchgeführt werden.
    FLASH dient für die Forschung mit Photonen sowie als Testanlage für den im Bau befindlichen Röntgenlaser European XFEL sowie für einen möglichen zukünftigen Linearbeschleuniger für die Teilchenphysik, den International Linear Collider ILC.
  • gerade im Bau befindet sich das European XFEL, ein ein Forschungsprojekt mit internationaler Beteiligung. Hier soll bis 2014 ein insgesamt ca. 3,4 km langer Röntgenlaser entstehen ( XFEL = X-Ray Free-Electron Laser ). In dieser Anlage sollen Elektronen in einem supraleitenden Linearbeschleuniger auf extrem hohe Energien gebracht werden, wobei hochintensive Röntgenlaserblitze entstehen.

[Bearbeiten] Adresse

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
Notkestraße 85
22607 Hamburg
Telefon: (0 40) 89 98-0

[Bearbeiten] Briefanschrift

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
22603 Hamburg

[Bearbeiten] Weblinks

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