Bus-Port Hamburg

Aus Hamburg Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

ZOB ist die Abkürzung für Zentraler Omnibus Bahnhof. Der Hamburger Omnibusbahnhof an der Adenauerallee in der Nähe des Hauptbahnhofs heisst heute Bus-Port Hamburg. Der ZOB ist die dritte Säule im Fernverkehr neben Flughafen und Hauptbahnhof. Mehr als 3,2 Millionen Fahrgäste fahren vom Hamburger ZOB jährlich ab oder kommen an. Von hier aus kommen die Kunden per Linienbus in fast alle europäischen Länder. Direktverbindungen gibt es in 27 Länder mit über 450 Fernbuslinien-Abfahrten pro Woche (Stand 2006).

Der neue ZOB
Der neue ZOB

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

  • 1950 bis 1951 Bau des ersten Hamburger ZOB. Er war seinerzeit der modernste in Europa. Betreiber ist seitdem die Zentral-Omnibus-Bahnhof "ZOB" Hamburg GmbH.
  • 1997 Internationaler Architektenwettbewerb für einen Neubau, aus dem der Entwurf des Hamburger Büros ASW (Silcher, Werner und Redante) als klarer Sieger hervorging.
  • 2001 Im Juni 2001 begannen die Bauarbeiten für das 16-Mio-Euro-Projekt. Bauherr war die Sprinkenhof AG. Unter anderem wurden 1.100 Tonnen Stahl verbaut und 1.500 Scheiben, was 160 Tonnen Glas entspricht.
  • 24. Mai 2003 Der neue Hamburger ZOB wurde mit einem "Tag der offenen Tür" und einer Leistungsschau der im Omnibus Verband Nord zusammengeschlossenen Busunternehmen eröffnet.
  • 2006 erhielt der ZOB den "Outstanding Structure Award" der Internationalen Brücken- und Hochbau-Vereinigung IABSE.

Das Glasdach

Weithin sichtbares Markenzeichen des ZOB ist ein 11 Meter hohes und 3.400 qm großes Glasdach, das sich sichelförmig über die ganze Anlage spannt. Das Bauwerk wurde vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg zum Bauwerk des Jahres 2003 gewählt. Manche nennen es Bumerang, andere Ufo. Es gibt aber auch Kritik an dem Bauwerk: Weil es so hoch ist, schützt bei Westwind mit Regen das Dach Wartende, die direkt am Rand stehen, nicht ausreichend.

Ausstattung

Unter dem Glasdach befinden sich drei Gebäude mit allen Serviceeinrichtungen für die Reisenden oder auch die Abholer: Es gibt einen Kiosk, zwei Restaurants, 13 Reisebüros, Toiletten einschließlich Duschräumen, einen Babywickelraum und ein Behinderten-WC sowie Schließfächer und Münztelefone. Auch ein Internetcafe, eine Autovermietung und einen Finanzdienstleister findet man dort. 14 Videokameras überwachen den ZOB. Sie sollen ein hohes Maß an Sicherheit und Sauberkeit gewährleisten. Jede Schmiererei wird sofort entfernt.

Busbuchten

Es gibt 14 Bustaschen, in die der Bus vorwärts hineinfährt und zur Abfahrt ein Stück zurücksetzt. Die Fahrgäste gelangen zu ihrem Bus, ohne eine Fahrbahn überqueren zu müssen. Das Gepäck kann auf beiden Seiten des Busses bequem und gefahrlos verladen werden. Modernste Elektronik sorgt für eine sichere und reibungslose Abwicklung: Sobald der Bus die Bustasche verläßt, blinkt hinter ihm eine Reihe von in die Fahrbahn eingelassenen roten Lampen auf und warnt so nachfolgende Busse.

Verbindungen

Auf der Homepage des ZOB (siehe Weblink unten) werden Abfahrten und Ankünfte ständig aktualisiert. Hier kann man sich schon vor der Abfahrt über die Nummer des Bussteigs informieren. Im Reisezentrum weisen zwei Infosäulen mit Touch-Display und eine große Anzeigetafel den Weg. An jeder Busbucht gibt es eine elektronische Anzeige für den nächsten und den übernächsten Bus.

Adresse

Zentral-Omnibus-Bahnhof "ZOB" Hamburg GmbH
Adenauerallee 78
20097 Hamburg
Telefon: (040) 24 75 76
Telefax: (040) 2 80 44 97
E-Mail: info@zob-hamburg.de

Weblinks

Persönliche Werkzeuge