Adolph Sierich
Aus Hamburg Wiki
Adolph Sierich (* 26. April 1826, † 4. März 1899) war ein Hamburger Großgrundbesitzer, dem ein Großteil des heutigen Stadtteils Winterhude gehörte.
Sierich war der Sohn des Goldschmieds Johann Friedrich Bernhard Sierich, der 1838 einen der Winterhuder Hufnerhöfe kaufte. Sohn Adolph, der ebenfalls gelernter Goldschmied war, erschloss dieses Gebiet durch Kanäle und durch Straßen, die er nach Familienangehörigen (z.B. Maria-Louisen-Straße, Willistraße) oder Freunden (z.B. Andreasstraße) benannte. Er siedelte das Gebiet zu großen Teilen auf und verkaufte die Grundstücke gewinnbringend.
Er forstete das Gelände des Butenkamps, das ist heute der bewaldete Teil des Stadtparks westlich der Hindenburgstraße, auf und schuf sich damit ein eigenes Jagsrevier, das Sierichsche Gehölz. Das dort von ihm 1885 errichtete Forsthaus steht seit 2000 unter Denkmalschutz.
Nach Sierich ist die Sierichstraße in Winterhude benannt. Früher war nach ihm auch die Adolphstraße auf der Uhlenhorst benannt, die aber 1986 in Herbert-Weichmann-Straße umbenannt wurde.
Straßen, die Sierich nach Familienangehörigen und Freunden benannte:
- Adolphstraße, nach sich selbst
- Andreasstraße, nach dem Oberingenieur Andreas Meyer
- Agnesstraße, nach seiner Schwägerin
- Dorotheenstraße, nach seiner Mutter
- Klärchenstraße, nach seiner zweiten Frau
- Maria-Louisen-Straße, nach seiner ersten Frau
- Sierichstraße, nach der Familie
- Wentzelstraße, nach seinem Testamentsvollstrecker Adolph Emil Wentzel
- Willistraße, nach seinem ältesten Sohn

